Was ist Bsal?

Batrachochytrium salamandrivorans (Bsal) gehört zu den Chytridpilzen und stammt ursprünglich aus Asien. Die dort lebenden Amphibien weisen eine Immunität gegen die von dem Pilz verursachte Hauterkrankung auf. Diese Immunität trifft für westeuropäische Salamanderarten nicht zu. Aus Asien mit Tiertransporten nach Europa gelangt, breitete sich der Hautpilz von den Niederlanden und Belgien aus. Befallene Tiere erleiden Hautläsionen und sterben daran wenige Tage nach der Infektion. Der Pilz sorgte bereits in betroffenen Ländern für einen massiven Rückgang der örtlichen Populationen. Bsal wird seit mehreren Jahren nun auch in der Eifel nachgewiesen. Der Pilz breitet sich seit 2017 auch im Ruhrgebiet aus.

Link zur Pressemeldung des Bundesamtes für Naturschutz BfN mit weiteren Informationen zu Bsal (extern)
Meldenetz des Hessischen Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (extern)
Protokoll „Artenschutzdialog Feuersalamander“ 2019 in der Naturschutzakademie Hessen (NAH)

Der Feuersalamander

Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) kann über 20 cm lang werden und wiegt im Durchschnitt 40 Gramm. In Gefangenschaft haben Tiere schon ein Alter von über 30 Jahren erreicht. Die Färbung der Tiere ist ein tiefes Schwarz, das auf dem Rücken von auffälligen Mustern unterbrochen wird, deren Farbe von Gelb über Orange bis zu Rot variieren kann. Der in Europa weit verbreitete Feuersalamander bewohnt vorzugsweise bewaldetes Hügel- und Bergland, das mit Bächen und Flüssen durchsetzt ist. Der nachtaktive Salamander versteckt sich tagsüber unter Steinen, Laub oder Baumstümpfen.

Es gibt in Europa Tiere mit einem typischen Streifenmuster (Salamandra salamandra terrestris) und auch Tiere mit einem Fleckenmuster (Salamandra salamandra salamandra). Die Nordgrenze der Verbreitung verläuft durch Nord- und Mitteldeutschland.

Instituts für Biologiedidaktik der JLU Gießen
Instituts für Biologiedidaktik der JLU Gießen
Klinik für Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische
Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG)

Gefördert durch den hessischen Biodiversitätsforschungsfond.